6. future!publish: Berlin – 14./15. Januar 2021

future!publish – Blog

future!publish Academy: Verlagsorganisation – Re-Engineering vom 13. bis zum 17. Juli 2020 / Onlineseminar

Wie organisiere ich mein Unternehmen? Wie kommuniziert unsere Abteilung mit anderen Abteilungen? Wie könnten wir Abläufe verbessern, um Entscheidungen effizienter zu treffen? Dies sind Fragen, die sich wohl jede Führungskraft stellt – ganz gleich, ob sie für einen Verlag mit zehn Mitarbeitern oder innerhalb eines großen Unternehmens mit mehreren Hundert Mitarbeitern tätig ist.
Im Seminar Verlagsorganisation – Re-Engineering erfahren Sie mehr über die Organisationsmöglichkeiten speziell von Verlagen und haben die Gelegenheit, die Vor- und Nachteile einzelner Organisationsmodelle anhand realer Beispiele zu diskutieren.

Seminareinheiten

1. Warum organisieren?
Spezialisierung – Koordination – Leitungssystem – Entscheidungsdelegation – Formalisierung
2. Organisationsmodelle
Funktional – divisional – Matrix – Sekundärorganisation – neuere Organisationsmodelle
3. Organisationskultur
Merkmale – Wirkungen
4. Optimale Organisationsgestaltung und ihre Parameter
Business Reengineering – Dynamik – Komplexität – Plastizität – Neuartigkeit der Probleme – Kosten
5. Praktische Übung: Analyse der Organisationsstruktur des eigenen Verlages, Diskussion der Vor- und Nachteile

Anmeldung:
Die Anmeldung für das Webinar ist bis zum 12.07.20 möglich – via Ticketseite oder per Mail an info@futurepublish.berlin.

Referent: Dr. Dirk Palm, Berlin; Geschäftsführer von Palmedia Publishing Services (seit 2006) und des Elsengold Verlages (seit 2013), Seminartrainer (seit 2000)

Preis: 200 Euro (zzgl. MwSt.)

Zeit: After Work: 5 x 90 Minuten – 13. bis 17. Juli 2020 – 17.30 Uhr bis 19.00 Uhr, letzte Einheit 17.00 Uhr bis 18.30 Uhr

Unsere Webinare führen wir als Videokonferenz durch. Nach der Anmeldung erhalten die Teilnehmer*innen eine Einladung zu einem Zoommeeting. Sinnvoll wäre die Nutzung einer (PC-)Kamera und eines Headsets, um einen guten Austausch zu gewährleisten.

Ihr Team der future!publish

#fpbln21

future!publish Academy: „Geschäftsmodellhack – durch schöpferische Zerstörung neue Wege und Konzepte finden“ mit Ehrhardt F. Heinold und Mathias Voigt / Onlineseminar am 9. Juli 2020

Buchhändlerische und verlegerische Geschäftsmodelle waren über Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte stabil. Marktparameter haben sich immer schon verschoben, vermutlich aber haben sich Veränderungen auch im Verkauf so radikal vollzogen wie jetzt – ein Prozess, der sich durch die Coronakrise noch einmal beschleunigt hat. Damit stehen raditionelle Geschäftsmodelle extrem unter Druck oder sind sogar in ihrer Existenz bedroht.
Im Webinar „Geschäftsmodellhack – durch schöpferische Zerstörung neue Wege und Konzepte finden“ mit Ehrhardt F. Heinold und Mathias Voigt werden ausgewählte Geschäftsmodelle gehackt, also auf Basis realer Bedrohungen dekonstruiert, und dann in einem kollektiven Brainstorming wieder zusammengesetzt. Diese „schöpferische Zerstörung“ soll Mut machen, radikal neue Wege zu beschreiten.

Anmeldung:
Die Anmeldung für das Webinar ist bis zum 08.07.20 möglich – via Ticketseite oder per Mail an info@futurepublish.berlin.

Referenten:
Ehrhardt Heinold, Hamburg; geschäftsführender Gesellschafter der Heinold, Spiller & Partner Unternehmensberatung GmbH; Leiter des Bereichs E-Consulting
Mathias Voigt, Berlin; Geschäftsführer von Literaturtest, Agentur für Buch-PR und Buchmarketing. Schwerpunkte sind: Pressearbeit, Marketing, PR und Werbung

Preis: 89 Euro (zzgl. MwSt.)

Zeit: 09.07.20 von 10 bis 12 Uhr

Unsere Webinare führen wir als Videokonferenz durch. Nach der Anmeldung erhalten die Teilnehmer*innen eine Einladung zu einem Zoommeeting. Sinnvoll wäre die Nutzung einer (PC-)Kamera und eines Headsets, um einen guten Austausch zu gewährleisten.

Ihr Team der future!publish

#fpbln21

future!publish Academy: express bar!camp am 24.06.20 und Geschäftsmodellhack am 09.07.20

Die future!publish Academy greift relevante und aktuelle Themen aus den Bereichen Digitalisierung und Change auf. Die Teilnehmer*innen können sich mit spezifischen Themenkomplexen vertieft beschäftigen und nehmen konkrete Handlungsanleitungen mit.

Am 24.06.20 von 14 bis 18 Uhr findet unser erstes express bar!camp statt. Mit diesem digitalen Barcamp, das wir in Kooperation mit dem Publishing Camp durchführen, bieten wir schnellen Austausch und praktische Hilfe in bewegten Zeiten. Wir setzen Impulse für das Publishing in der Krise, aber natürlich vor allem auch für die Zeit danach. Am wichtigsten ist: Die Teilnehmer*innen des express bar!camp  gestalten eigene Sessions zu Fragestellungen, die sie bewegen. Gemeinsam entwickeln wir dann Strategien, um die aktuellen Herausforderungen positiv für sich zu nutzen. Das express bar!camp richtet sich an alle Akteur*innen der Buchbranche. Tickets sind ab 50 Euro netto erhältlich, das Partner*in-Ticket für zwei gibt es für 70 Euro. Wer bucht, tut auch anderen etwas Gutes – 20 % aller Einnahmen überweisen wir an das Sozialwerk des Deutschen Buchhandels. Zu weiteren Infos geht es hier.

„Geschäftsmodellhack – durch schöpferische Zerstörung neue Wege und Konzepte finden“ mit Ehrhardt F. Heinold und Mathias Voigt findet als Onlineseminar am 09.07.20 statt. Darum geht es: Buchhändlerische und verlegerische Geschäftsmodelle waren über Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte stabil. Marktparameter haben sich immer schon verschoben, vermutlich aber haben sich Veränderungen auch im Verkauf so radikal vollzogen wie jetzt – ein Prozess, der sich durch die Coronakrise noch einmal beschleunigt hat. Damit stehen raditionelle Geschäftsmodelle extrem unter Druck oder sind sogar in ihrer Existenz bedroht. Das Onlineseminar soll helfen, alte Strukturen aufzubrechen und neue zu entwickeln.
Die Tickets gibt es für 89 Euro netto. Mehr dazu gibt es hier.

Anmeldung:
Die Anmeldung für die Academy erfolgt via Ticketseite oder per Mail an info@futurepublish.berlin. .
Die Seminare führen wir als Videokonferenz durch. Nach der Anmeldung erhalten die Teilnehmer*innen eine Einladung zu einem Zoommeeting. Sinnvoll wäre die Nutzung einer (PC-)Kamera und eines Headsets, um einen guten Austausch zu gewährleisten.

Early-Bird

Ihr Team der future!publish

#fpbln21

Lesen in der Quarantäne – Teil 11

Auch wenn die Corona-bedingten Einschränkungen nicht mehr ganz so heftig sind, ist das Home Office weiterhin ein Mittel der Wahl. Wie es sich dort lebt und arbeitet und was man auf dem Balkon für eine gute Kartoffelernte tun kann, darüber haben wir uns mit der Journalistin und Autorin Heike Sicconi unterhalten. Heike, die Macherin des GartenRadio, hat mit zwei Kolleg*innen vor nicht allzulanger Zeit einen extrem unterhaltsamen Ratgeber geschrieben, den „Problemlöser Garten“. Darüber hinaus ist Heike Moderatorin und Redakteurin beim Domradio in Köln sowie freie Redakteurin beim WDR. Aber seht und hört selbst, was sie zum Leben/Lesen in der Quarantäne zu erzählen hat! /mv

future!publish 2021: express bar!camp am 24.06.20

Am 24.06.20 von 14 bis 18 Uhr findet unser erstes express bar!camp statt. Mit diesem digitalen Barcamp, das wir in Kooperation mit dem Publishing Camp durchführen, bieten wir schnellen Austausch und praktische Hilfe in bewegten Zeiten. Wir setzen Impulse für das Publishing in der Krise, aber natürlich vor allem auch für die Zeit danach. Am wichtigsten ist: Die Teilnehmer*innen des express bar!camp  gestalten eigene Sessions zu Fragestellungen, die sie bewegen. Gemeinsam entwickeln wir dann Strategien, um die aktuellen Herausforderungen positiv für sich zu nutzen. Das express bar!camp richtet sich an alle Akteur*innen der Buchbranche. Tickets sind ab 40 Euro (Early-Bird-Preis bis 31.5.20) erhältlich. Wer bucht, tut auch anderen etwas Gutes – 20 % aller Einnahmen überweisen wir an das Sozialwerk des Deutschen Buchhandels. Zu weiteren Infos und zur Anmeldung geht es hier.

Ablauf:
14.00 bis 14.30 Uhr Begrüßung + Kennenlernen
14.30 bis 14.40 Uhr Sessionplanung/Priorisierung der Themen
14.40 bis 15.25 Uhr Session 1
15.25 bis 15.35 Uhr Pause + Aktualisierung der thematischen Priorisierung
15.35 bis 16.20 Uhr Session 2
16.20 bis 16.30 Uhr Pause + Aktualisierung der thematischen Priorisierung
16.30 bis 17.15 Uhr Session 3
17.15 bis 18.00 Uhr Closing Session + Apéro

Anmeldung:
Die Anmeldung zum express bar!camp ist bis zum 23.6.20 möglich – via Ticketseite oder per Mail an info@futurepublish.berlin.

Preise:
Early-Bird-Ticket bis 31.5.2020: 40 Euro
Regulärer Ticketpreis: 50 Euro
Partner*in-Ticket (eine*r zahlt, ein*e Kolleg*in kann aus dem Unternehmen kann mit dabei sein): 70 Euro
Alle Preise verstehen sich zuzüglich gesetzlicher Mehrwertsteuer von 19 %.

20 % aller Ticketerlöse werden an das Sozialwerk des Deutschen Buchhandels gespendet!

Das express bar!camp führen wir als Videokonferenz durch. Nach der Anmeldung erhalten die Teilnehmer*innen eine Einladung zu einem Zoommeeting. Sinnvoll wäre die Nutzung einer (PC-)Kamera und eines Headsets, um einen guten Austausch zu gewährleisten.

Early-Bird

Ihr Team der future!publish

#fpbln21

Lesen in der Quarantäne – Teil 10

Nach einer „Blog-Pause“, in der wir u. a. unseren Call for Papers veröffentlicht haben, freuen wir uns heute, ein kleines Interview mit Laura Engel vom Kulturkaufhaus Dussmann präsentieren zu können. Unter den vielen tollen Buch-Orten Berlins nimmt das Kulturkaufhaus ja eine besondere Stellung ein – umso schöner, dass auch an der Friedrichstraße wieder live gestöbert werden kann. Apropos: Fürs „Stöbern mit den Ohren“ haben die Kolleg*innen von Dussmann in den letzten Wochen ihr eigenes Podcast-Format entwickelt, das ab sofort wöchentlich erscheint: KulturGut.

Nun aber zu Lauras Eindrücken. Und gerne schließen wir uns der Hoffnung an, die sie in ihrer letzten Antwort äußert. Wenn von dieser besonderen Zeit irgendetwas bleiben darf, dann sicher das, was sie sich hier wünscht …

Liebe Laura, wie arbeitet es sich im Home Office bzw. dem „leeren“ Büro?

Im leeren Büro arbeitet es sich ganz gut. Es gibt weniger Ablenkungen als zu den Zeiten, in denen das Büro voll besetzt ist. Aber ich vermisse meine Kolleginnen und Kollegen. Virtuelle Meetings und Calls können das alltägliche Miteinander nicht ansatzweise ersetzen.

Foto: Kay Herschelmann

Was hat sich für Dich im Alltag besonders verändert?

Überraschend wenig. Die Alltagsroutine ist weitestgehend unverändert: Meine Mutter kommt weiterhin täglich und betreut unsere 9 Monate alte Tochter, und ich radle zu Dussmann. Die größte Veränderung ist wohl, dass mein Partner jetzt die ganze Zeit in Berlin ist und nicht mehr nach München pendelt. Das ist aber natürlich eine positive Veränderung.

Hast Du Tipps für Kolleg*innen in der Branche, wie man kreativ mit der aktuellen Situation umgehen kann?

Puh … nicht wirklich. Meine Herangehensweise ist, die Situation einfach anzunehmen und nicht zu versuchen sich dagegen zu stemmen, da man aktuell eh nichts daran ändern kann. So fällt es mir leichter, das Beste daraus zu machen.

Welche positive Erfahrung hast du in den letzten Wochen gemacht, von der du sagen würdest: „Da hab ich was Gutes gelernt, das merke ich mir.“?

Mein Eindruck ist, dass die Menschen umsichtiger und rücksichtsvoller miteinander umgehen. Das finde ich toll und würde mir wünschen, dass wir davon etwas beibehalten.

 

Call for Papers

Die aktuelle Zeit ist eine Bewährungsprobe für unsere Branche. Wir möchten dennoch positiv nach vorne blicken und starten den Call for Papers für die sechste future!publish am 14. und 15. Januar 2021 in Berlin.

Unsere Themenschwerpunkte:

future!innovation
Wie kann Produktinnovation auf inhaltlicher und technologischer Ebene gelingen?

future!communication
Welche Wege muss ich gehen, um meine Kunden von meinen Produkten zu begeistern (Stichworte: Social Media, Storytelling, Bloggerkommunikation etc.)?

future!sales
Wo und wie werde ich in Zukunft meine Produkte verkaufen, was dürfen sie kosten, und wer ist der Kunde von morgen?

future!work
Wie sieht moderne Unternehmens-/Teamführung aus, wie motiviere ich meine Mitarbeiter, und wie gewinne ich den Nachwuchs?


Sind Sie beim Call for Papers dabei? Reichen Sie Ihren Vorschlag für eine Session ein!

Präsentieren Sie Ihr Thema einem hochkarätigen Fachpublikum der Buchbranche und der Kreativwirtschaft und senden Sie uns Ihren Vorschlag für das Programm. future!publish hat sich mit knapp 300 Teilnehmern als eines der meistbesuchten Formate dieser Art etabliert.

Kongresstermin

14. Januar 2021, 13 Uhr bis 18 Uhr Programm, ab 18 Uhr Abendevent
15. Januar 2021,   9 Uhr bis 15 Uhr Programm

Early-Bird

Was bieten wir Ihnen?

Treffen Sie bei der future!publish Entscheider aus Buchverlagen, Buchhandlungen und von Agenturen. Wir bieten Ihnen eine zielgruppenspezifische Plattform für Ihre Vorträge und Projekte. Seien Sie Teil einer spannenden Konferenz zur Zukunft des Lesens!

Alle Vortragenden erhalten freien Eintritt zum gesamten future!publish-Kongress inklusive Verpflegung. Kollegen aus Ihrem Unternehmen können Kongress-Tickets zum reduzierten Preis erwerben.

Bewerbungsablauf und Einreichungsfrist

Gesucht werden Vorschläge für Vorträge, Workshops, Podiumsdiskussionen, Präsentationen, Aktionen und Projekte für den Kongress future!publish 2019. Senden Sie uns Ihre Einreichung in Form eines Abstracts von maximal 2.200 Zeichen (inkl. Leerzeichen).

Zusätzlich erbitten wir eine Kurzbiografie/Selbstdarstellung (max. 400 Zeichen inkl. Leerzeichen) sowie Angaben zur Zielgruppe und dem Zeit- und Raumbedarf für den vorgeschlagenen Programmpunkt.

Einreichungen bitte bis zum 10. Juli 2020 per E-Mail an papers@futurepublish.berlin! (Bewerbungen in anderer Form können leider nicht berücksichtigt werden.)

Alle Teilnehmer werden bis zum 30. September 2020 benachrichtigt, ob ihr Sessionvorschlag für das Programm berücksichtigt wurde. Auswahlkriterien sind Themen- und Praxisrelevanz, Innovationscharakter, Interdisziplinarität und Aufbau und Stil des Programmpunkts.

Weitere Infos: http://futurepublish.berlin/call-for-papers

Ihr Team der future!publish

#fpbln21

Lesen in der Quarantäne – Teil 9

Heute hat uns Albrecht Mangler von bilandia ein paar Fragen zum Leben und Arbeiten unter den speziellen Bedingungen der Corona-Krise beantwortet. U. a. erzählt er von einer sofort umsetzbaren „digitalen“ Idee für den Buchhandel, die ihm eine ganze Reihe von Zuhörer*innen – und etwas Lampenfieber beschert hat.

Um solche „digitalen Antworten“ (sogenannte Take-aways) für die aktuelle Situation wird es übrigens auch übermorgen (17.4., 14.30-15.30 Uhr) in einem kostenlosen Webinar mit den IG-Digital-Sprecher*innen gehen. Und wir sammeln auch in unserem Blog natürlich fleißig weiter, was sich an Ideen und Strategien jetzt vielleicht „für später“ mitnehmen oder beginnen lässt.

Wie arbeitet es sich im Home Office? Was hat sich für Dich im Alltag besonders verändert?

Besprechungen mit Kunden werden aktuell per Telefon oder Video abgehalten und nicht vor Ort. Die Kolleginnen und Kollegen sehe ich aktuell ebenfalls lediglich via Video. Ansonsten sind wir als Online-Marketing-Agentur grundsätzlich digital aufgestellt, und die Arbeit findet meistens online statt.

Hast Du Tipps für Kolleg*innen in der Branche, wie man kreativ mit der aktuellen Situation umgehen kann?

Möglichst viele Bücher lesen und dann ähnliche oder andere Bücher bestellen und auch lesen etc. etc. 😉

Apropos, kreativ: Du hast vorige Woche ein kostenloses WhatsApp-Webinar für Buchhandlungen durchgeführt. Erzähl uns doch bitte ein bisschen davon!

Das Interesse war enorm – es haben sich so viele Buchändlerinnen und Buchhändler angemeldet, dass ich noch angespannter als sonst vor einem Webinar war. Das Interesse hat mich natürlich sehr gefreut, und ich hoffe, dass ich einen Teil dazu beitragen konnte, dass Buchhandlungen auch im Moment sichtbar und erreichbar sind. Und wer ins Thema einsteigen möchte: Das Webinar ist als Aufzeichnung frei verfügbar.

Lesen in der Quarantäne – Teil 8

Für den Samstagsbeitrag unseres Quarantäneblogs habe ich mich mit Hans-Peter Kunisch unterhalten. Hans-Peter ist promovierter Philosoph sowie Germanist und Theaterwissenschaftler. Seit vielen Jahren schreibt er Literaturkritiken, unter anderem für die „Süddeutsche Zeitung“, die „Zeit“ und den „Tagesspiegel.

Was ich an seinen Kritiken das Faszinierendste finde: Ich kenne eigentlich keine Verrisse. Wenn er Schreibenden und ihrer Arbeit begegnet und davon erzählt, dann auf eine neugierige, wohlwollende Art.

Hans-Peter ist auch selbst Autor. Sein Debütroman hat 1. einen wunderbaren Titel: „Die Verlängerung des Marktes in den Abend hinein“ und 2. im Personal u. a. eine Kuh, die sich in Kunstbetrachtung übt. Ich finde, das allein genügt als Werbung. (Und auch sonst ist das Buch natürlich überaus lesenswert.)

Jetzt gerade – in einer Zeit, in der es „neugeborene“ Bücher nicht eben leicht haben – ist von Hans-Peter „Todtnauberg“ erschienen. Davon und vom Schreiben in der Quarantäne kann er aber am besten selbst erzählen.

Wie arbeitet es sich im Home Office? Was hat sich für Dich im Alltag besonders verändert?

Ich fühle mich manchmal wieder wie vor Jahren in der Schweizer Kleinstadt, in der ich aufgewachsen bin und wo man abends nirgends hingehen konnte. Das Besondere an einer mehr oder weniger funktionierenden großen Stadt ist ja, dass man immer etwas findet, was man tun könnte und trotzdem all das nicht muss, weil morgen schon wieder etwas anderes da ist. Das entspannt.

Am Schreiben zu Hause ändert sich nichts. Tagsüber kann ich zur Entspannung noch immer ab und zu Tischtennis spielen. 2,70 Meter Distanz!

Schade ist, dass ich für ein neues Buch gerade nicht recherchieren kann. Ich müsste nach Tschechien, Österreich, Polen …

Hast Du Tipps für Kolleg*innen in der Branche, wie man kreativ mit der aktuellen Situation umgehen kann?

Eigentlich nicht. Vielleicht: Pausen machen, wann man will. Und: keine Serien anschauen, sondern lesen oder sich alle guten Filme ansehen, die irgendwo zugänglich sind. Wenn noch jemand anderes da ist: sich zu Hause aus dem Weg gehen lernen.

Gerade ist von Dir „Todtnauberg“ erschienen – ein Buch, in dem es um die wundersame Begegnung von Paul Celan und Martin Heidegger geht. Kannst Du kurz von diesem Buch erzählen?

Das Buch versucht herauszufinden, was Celan, der Jude und Sohn von Holocaust-Opfern, am ehemaligen Nazi-Rektor und langjährigen Antisemiten Heidegger fand. Und es erzählt von den beträchtlichen Spannungen zwischen den beiden. Das heißt: Es ist so etwas wie eine hochexplosive Geschichte von enttäuschter Zuneigung und, von Seiten Heideggers, mal leutseliger, mal trotziger, immer etwas verlogener Verweigerung.

Leider sind natürlich bisher alle Lesungen ausgefallen, was die Freude darüber, dass das Buch erschienen ist, etwas leiser macht. Immerhin gibt es jetzt am Sonntag, dem 5. April, abends um 7, auf der Facebook-Seite des Verlags ein Live-Streaming. Eine Premierenlesung im Internet …

Ist „Todtnauberg“ auch im Home Office entstanden?

Geschrieben habe ich es meist „zu Hause“, also in Innenräumen, wo auch immer. 

Beim Überlegen, Entwerfen bin ich aber gerne „woanders“. Für das Buch musste ich Einiges recherchieren, reisen, viel lesen. Auch das mache ich gerne „draußen“. Täglich in ein Büro zu gehen, um etwas zu tun, wäre nach all den Jahren Home Office eine schwierige Vorstellung …

Vielen Dank für das Gespräch. Ich sehe Dich dann morgen bei der Premierenlesung! /mv

Unser Gesprächspartner (Foto: Christiane Beyer)

 

 

 

 

 

 

 

Hans-Peters aktuelles Buch

Lesen in der Quarantäne – Teil 7

Heute haben wir uns jemanden herausgesucht, der einfach wissen muss, wie das geht mit dem Home Office!

Es ist der Literaturübersetzer Peter Kultzen. Wenn Ihr auf eine literarische Preziose aus dem spanisch- oder portugiesischsprachigen Raum stoßt, dann ist nicht unwahrscheinlich, dass Peter sie für Euch entdeckt und übersetzt hat.

Wie arbeitet es sich im Home Office? Was hat sich für Dich im Alltag besonders verändert?

Im Home Office arbeite ich als Übersetzer schon seit vielen vielen Jahren. In dieser Hinsicht hat sich bei mir eigentlich nichts geändert.  Anders sieht es aus in meinem Zweit-  bzw. Nebenjob als Deutschlehrer. Da ruht die Arbeit zurzeit gezwungenermaßen. Und die entsprechenden Nebeneinnahmen, die mir die Ausübung des schönen Berufs eines Literaturübersetzers erst ermöglichen, „ruhen“ zurzeit natürlich leider auch. Und doch ist es so: Im Vergleich zur Situation, in der sich viele andere Menschen in diesen Tagen befinden, fühle ich mich bei der Arbeit zu Hause gegenwärtig fast wie im Erholungsurlaub.

Hast Du Tipps für Kolleg*innen in der Branche, wie man kreativ mit der aktuellen Situation umgehen kann?

Weitermachen, als wäre alles wie immer…  Soll heißen: sich möglichst nicht von den Widrigkeiten beeinflussen lassen, sondern tapfer bis stoisch seinen „Geschäften“ nachgehen. Und hoffen, dass unsere geschätzten Auftraggeber – in meinem Falle: die Verlage – durchhalten.  

Woran arbeitest Du gerade? Auf welche Neuerscheinung können wir uns freuen, wenn alles glatt und hoffentlich bald wieder in erfreulicheren Bahnen läuft? 

Gerade habe ich mit dem dritten Teil der köstlichen „Ursula“-Krimis der uruguayischen Schriftstellerin Mercedes Rosende begonnen. Bereits erschienen sind „Krokodilstränen“ und „Falsche Ursula“. Diese Bücher lassen sich auch in diesen Tagen mit Genuss und Gewinn lesen! 🙂  Band 3 erscheint, wenn alles gut geht, im Frühjahr 2021.

Hab vielen Dank für das Gespräch und Deine Buchtipps! /mv

Unser Gesprächspartner (rechts im Bild ;-))

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und hier noch ein paar Bücher aus Peters Übersetzerfeder

Lesen in der Quarantäne – Teil 6

Im sechsten Teil unseres Quarantäneblogs soll ein Verleger zu Wort kommen, dessen Geschäftsmodell sich in Teilen gründlich unterscheidet von anderen Wettbewerber*innen, den aber das Home Office ereilt hat wie uns alle: Hans-Joachim Jauch vom Calvendo Verlag.

Wir haben ihn befragt nach seinen aktuellen Bestsellern und danach, wie er mit der Krise umgeht. Eine nicht unwichtige Rolle spielt dabei ein Mops im Froschkostüm. Aber lest selbst!

Wie arbeitet es sich im Home Office? Was hat sich für Dich im Alltag besonders verändert?

Mir fehlen die Kolleg*innen und der direkte Austausch! Wir haben zwar tägliche Videokonferenzen zu definierten Zeitpunkten. Und wir machen digitale Ad-hoc-Treffen. Die Bürosituation können wir aber so nicht einfach nachbilden. Im Büro sind die Türen fast immer offen. Man steht auf, geht rüber, besucht die Kolleg*innen. Das geht im Moment natürlich nicht, zumal wir leider auch Corona-bedingte Personalausfälle haben.

Hast Du Tipps für Kolleg*innen in der Branche, wie man kreativ mit der aktuellen Situation umgehen kann?

Wir haben einige interne Dokumente, mit denen wir in der Firma arbeiten, auf „öffentlich“ gestellt. So können alle besser von zu Hause darauf zugreifen, ohne zusätzlichen technischen Aufwand. Unsere Brainstormings haben wir z.B. in die Google-Docs verlagert. Das funktioniert eigentlich ganz gut. Es gibt zudem mehr Entscheidungsbedarf am Wochenende, weil es die Situation akut erfordert.

Die Arbeit geht natürlich weiter, jedoch an einigen Stellen nur im Notbetrieb. Und die Beschäftigung mit den Arbeitsthemen hat bisweilen etwas Gutes. Denn sie lenkt ein bisschen ab von der Ursache der Heim-Quarantäne ab …

Du bist Verleger bei Calvendo. Kannst Du uns etwas über Dein Geschäftsmodell verraten? Ist es vielleicht sogar „krisenfester“ als andere Verlagsmodelle?

Wir sind ein Kalenderverlag. Wir sind aber auch eine Autorenplattform und Anbieter von Print-on-Demand-Produkten, mit denen Kalenderbilder gedruckt werden. Das sind beispielsweise Puzzles, Fototapeten und Leinwände. Die Mehrfachverwertung und Diversifizierung von Verlagsinhalten betreiben wir seit der Gründung von Calvendo.

Im Moment verändert sich die Nachfrage stark! Klassische Verlagsprodukte verkaufen sich leider nicht so gut – zum Beispiel, weil die Läden schließen mussten. Dafür sind unsere Puzzles im Onlinehandel so gefragt wie sonst nur zur Weihnachtszeit! Leider mussten wir allerdings die Bestellvolumina drosseln, saisonbedingt und wegen Corona … Wir bräuchten jetzt Materialmengen, die sonst vor nur im Weihnachtsgeschäft zur Verfügung stehen.

Aber insgesamt sind wir durch POD viel flexibler als andere, die nur auf Lagerware setzen. Das ist auch für unsere Händler ein Vorteil, weil wir ab Produktionsort im Namen der Händler die Waren an deren Endkunden verschicken können. Solange DHL und andere ihren Lieferservice aufrechterhalten, passt das.

Was verkauft sich denn im Moment besonders gut?

In diesen dunklen Tagen bestellen die Leute gerne lustige Sachen. Einer unserer Bestseller: ein Mops im Froschkostüm, zum Puzzlen. Humor und Hobby-Themen sind wichtig. Danach suchen die Leute. Landschaften, die üblichen Bestseller, sind nicht so gefragt – wohl, weil wir gerade nicht reisen können. Lustige Tiermotive hingegen laufen gut. Die Leute wollen gerade kleine Fluchten antreten, sich amüsieren, sich etwas ablenken.

Vielen Dank für diesen Einblick in Deine Arbeit! /mv

Unser Gesprächspartner

 

 

 

 

 

 

 

 

Hans-Joachim Jauch/Calvendo

Lesen in der Quarantäne – Teil 5

Eigentlich ist Quarantäne. Und ja: Auch ich bleibe zu Hause. Es ist Home Office. Ich lese die Bücher, ich arbeite für sie in der Quarantäne.

Aber heute war #indiebookday … Und in Berlin hatten die Buchhandlungen noch geöffnet. Und so bin ich aus dem Home Office raus und habe einer Lieblingsbuchhandlung einen Besuch abgestattet, Dante Connection in Kreuzberg.

Allein im Laden, so wie es sein soll wegen der Ansteckungsgefahr. Allein im Laden, so wie es natürlich am besten bald wieder gar nicht mehr sein soll.

Die Ausbeute? Ganz beachtlich, was die Menge betrifft: Neben Anna Maria Orteses „Neapel liegt nicht am Meer“, das bei der Friedenauer Presse erschienen ist, wanderten zum Beispiel noch der neue Andruchowytsch, der neue Seiler, der neue Schulze in die Tasche.

Danach ging es noch kurz zu Marga Schoeller in der Knesebeckstraße und zur Autorenbuchhandlung am Savignyplatz. Auch hier tapfere, freundliche Buchhändler*innen. Optimistisch, dass es weitergeht. Mit dem Hinweis darauf: Wenn es dort nicht weitergeht, dann online in unseren Shops. So wie mein Gesprächspartner es im gestrigen Blogbeitrag sagte: Support your local Dealer! /mv

 

 

 

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