3. future!publish: Berlin – 25./26. Januar 2018

FUTURE!PUBLISh-BLOG

Unser Beirat stellt sich vor: René Kohl
14
Dez

Unser Beirat stellt sich vor: René Kohl

Bei 3 ist bei uns noch lange nicht Schluss! Hier kommt unsere Nummer 4 im Team: René Kohl, Geschäftsführer des Online-Buchhandels Kohlibri.
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Wer bist Du?

Ich bin bald 50 Jahre alt, Buchhändler aus Berlin und seit 20 Jahren vor allem mit Versand- und vor allem Online-Handel beschäftigt – zur Zeit betreibe ich mit 7 KollegInnen unter anderem den Online-Shop www.kohlibri.de.

In diesem Winter habe ich außerdem unter dem Namen BUCHSUITE eine Firma gegründet, die eCommerce für die Buchbranche anbietet: Wir entwickeln Webseiten und bieten eCommerce-Beratung für Buchhändler und Verlage.

Ehrenamtlich engagiere ich mich u.a. im Börsenverein im AKeCom, einen Arbeitskreis für die Themen eBook und eCommerce.

Warum unterstützt Du die future!publish als Beiratsmitglied?

Berlin ist ein prima Standort für ein neugieriges, junges Veranstaltungsformat zu digitalen Zukunft unserer Branche. Hier wird sehr viel ausprobiert – und es gibt hier viele Leute, die unsere Branche mit ihrem Wissen und ihren Ideen weiterbringen können. Auch wenn ich längst nicht so viel Input geben konnte, wie ich mir vorgenommen hatte, weil mein Tagesgeschäft mich im Moment sehr fordert, hoffe ich, bei der Etablierung der Konferenz in der Stadt auf die eine oder andere Weise behilflich sein zu können.

Welche Trends in der Buchbranche findest du aktuell am interessantesten?

Im Moment gefällt mir sehr, wie die Buchbranche versucht, im Wettstreit der Medien ihre eigenen Antworten zu finden – und oft sind gerade die Ideen und Produkte, die die analoge und die digitale Welt verbinden, am interessantesten. Die Bildsprache in vielen Büchern ändert sich – das Buchformat wird ganz neu betrachtet und interpretiert, und wir bekommen tolle neue Handelsobjekte. Und auch das Marketing wird vielfältiger – unsere Kunden etwa schätzen die multimedialen Zusatzinformationen zu Büchern sehr, die wir ihnen dank innovativerer Vorarbeiten der Verlage mittlerweile zuverlässig anbieten können.

Welche Entwicklungen in der Kultur- und Kreativwirtschaft allgemein findest Du besonders spannend?

Mich beeindruckt die Auflösung und Verschmelzung der Formate, die wir beobachten können. Es gibt kaum noch ein Theaterstück, das nur Theaterstück ist, keine Musik ohne Clip, kein Buch ohne Bilder, keine Oper ohne Untertitel, kein Fernsehen ohne Second Screen, kein Skifahren ohne Kamera, kein Basketball ohne Trailer-Würfel.

Wie mischt man das jeweilige Kunstwerk, Projekt, den Event, die Präsentation richtig ab? Wann ist man fertig? Wie berücksichtigt man bei der Vor- die Nachbereitung, wie teilt man, wie grenzt man ab?